SilaVega-Winter-Werftzeit 2019

Die beiden Motorkatamarane gehen seit nunmehr 9 Jahren mit Heranwachsenden, Studierenden  und an Wasser und Gewässern interessierten Erwachsenen auf Expedition – und das ganz im Wortsinne. SilaVega-Expeditionen sind nun mal nicht immer Schönwetterausflüge., und auch bei sorgfältiger Seemannschaft geht es dann und wann schon mal rauh für Kiel und Deck zu.

letztes Finish der frisch verzinkten Träger

Unterkonstruktion wird dauerhafter

Während die Hölzer im Unterwasserbereich durch das dauerhafte, nasse Milieu  noch vergleichsweise beständig sind, haben alle Bauteile aus Holz, die im Übergang der Wasserfläche zur Luft liegen, die härtesten Bedingungen. Wir ersetzen die seitlichen Verbinder der Schwimmkörperverbände durch verzinke Stahlprofile.

Bei blinden Passagieren beliebtes Verschleißteil

Die jeweils 6 m langen Kielhölzer aus sibirischer Lärche haben ihre Sache gut gemacht und zugleich viel erlebt. Wir verwenden ausdrücklich kein Antifouling und entfernen Aufwuchs regelmäßig mechanisch. Nach einer längeren Winterliegezeit können schon mal 20 kg Wandermuscheln zusammenkommen.

Ernte nach Winterliegezeit: 20 kg Wandermuscheln

Nachhaltiger sind an dieser Stelle Bauteile aus nicht verrottbarem Material. Wir ersetzen die Hölzer durch glasfaserverstärkten Recyklingkunststoff.

Elektromobilität – für uns selbstverständlich und bald effizienter!

Während nach jahrelangem Zaudern  Industrie, Politik und Gesellschaft das Thema ernsthaft angehen, stand das Bekenntnis zur Elektromobilität bei der Konzipierung der SilaVega bereits 2008 ganz oben auf der Agenda. Das redundante 24-Volt-Antriebssystem hat gute Dienste geleistet, uns aber auch lange Zeit verzweifeln lassen wegen nicht outdoorgerechter Stecker, Elektronikausfällen und rutschenden Propellern. Der Antrieb läuft mittlerweile gut – doch die Energieversorgung wollen wir optimieren. Eine zweite Akkubank für die Verbraucher an Bord soll die Stromversorgung entlasten, größere Leitungsquerschnitte die Effizienz erhöhen.

Mehr Möglichkeiten an Bord

Komfort stand zwar nie im Mittelpunkt unserer Wünsche. Wenn es mal tagelang dickes Wetter gab, der Wind immer von vorn blies, und der Liegeplatz wenig Schutz bot träumte die Besatzung nachts dann doch ganz gerne von einer komplett verschließbaren Persenning, besseren Staulösungen für Privates und einer optimierten Kombüse. Mindestens mit diesen Optimierungen wollen wir im Frühsommer an den Start gehen!